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Spezialistensuche für Tierzahnheilkunde

Deutsche Gesellschaft für Tierzahnheilkunde (DGT)

Hier finden Sie Adressen von Tierärzten, die in Ihrer Region niedergelassen sind und sich intensiv mit dem Thema der Gesundheit von Tierzähnen beschäftigen. Weiter unten auf dieser Seite können Sie einfach nach dem nächsten Tierarzt in Ihrer Nähe suchen!

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Wann ist der Zahnspezialist gefragt?

Probleme in der Maulhöhle können oft nur sehr schwer erkannt werden. Folgende Anzeichen müssen Tierbesitzer unbedingt ernst nehmen:

  1. Mundgeruch
  2. verändertes Fressverhalten
  3. Zurückgezogenheit
  4. Handscheue
  5. gerötetes Zahnfleisch
  6. Zahnstein
  7. abgebrochene Zähne
  8. Zahnverfärbungen
  9. Zubildungen

Häufig entwickeln sich die Anzeichen schleichend und sind nur schwer wahrzunehmen, ein regelmäßiger Blick in die Maulhöhle Ihres Tieres sollte deshalb zur Selbstverständlichkeit werden. Unser erklärtes Ziel ist es, das Bewusstsein von Kolleginnen und Kollegen sowie Tierhaltern für Zahnprobleme zu schärfen.

 

 

Ich überweise zur Zahnspezialistin, weil die moderne Tierzahnheilkunde in die Hände von Fachleuten gehört.
Dr. Michael Greshake (Fachtierarzt für Kleintiere, Emsdetten)
Da fühle ich mich gut aufgehoben mit meinen Tieren. Die wissen was man mit Tierzähnen machen muss.
Sandra (Friseurmeisterin, Dülmen)

Einige Fakten zu Tierzahn-Erkrankungen

80%
aller Hunde und Katzen, über 3 Jahre leiden an Erkrankungen der Maulhöhle
ca70%
aller Katzen über 3 Jahre weisen schmerzhafte Zahndefekte auf (Zahnresorptionen, früher FORL oder Necklesions)
64%
aller Tiere haben Zahnbetterkrankungen (Parodontitis)
100%
dieser Erkrankungen wirken sich negativ auf die allgemeine Gesundheit (Herz, Niere, Leber) und die Lebenserwartung der Tiere aus.

 

Situationen, die häufig die Konsultation eines Zahnspezialisten erfordern, sind:
Zahnfrakturen

Muss man wirklich etwas unternehmen, wenn ein Zahn abgebrochen ist?

JA!

In Situationen, in denen aus der Zahnmitte nach einer Zahnfraktur eine Blutung beobachtet wird, erübrigt sich eine lange Diskussion. Hier ist es selbstverständlich, dass der Gang zum Tierarzt sein muss, denn dieser Zahn will versorgt werden. Die Entscheidungsfreiheit in solchen Fällen besteht zwischen der Extraktion, dem zügigen Verschluss der Wunde (bis etwa 12 Stunden nach dem Trauma) oder der Füllung des Wurzelkanals. Solch einen Zahn einfach so zu lassen ist nicht fein.

dgt_zahnfakturen_01Oft ist es aber so, dass niemand diese akute Blutung mitbekommt. Erst nach einigen Tagen oder Wochen fällt der abgebrochene Zahn auf. Er zeigt dann einen braun-schwarzen Punkt in der Mitte. Dies ist das ehemalige, blutversorgte und empfindliche Zentrum des Zahns, die Pulpa. Sie ist nun infiziert, abgestorben und entzündet. Nun ist die Entscheidungsfreiheit etwas eingeschränkter. Die Wahl besteht nur noch zwischen dem Ziehen des Zahnes oder der Wurzelkanalfüllung.

 

 

dgt_zahnfakturen_02Je nachdem, welche Aufgaben ein Hund in seinem Alltag erledigt, kann es durchaus ratsam sein, die Zahnstümpfe mit Kronen zu schützen. Insbesondere für Schutz- und Jagdhund eignet sich dieses Verfahren.

 

 

 

dgt_zahnfakturen_03Manchmal haben die Tiere Glück, und die Pulpa wird nicht eröffnet. Doch auch oberflächliche Absplitterungen können große Zahnschmerzen verursachen, wenn z.B. die äußere Schmelzschicht weggeplatzt ist und das Zahnbein freiliegt. Dies nennt man Dentinwunde und sollte zumindest versiegelt werden, damit keine Bakterien über die kleinen Dentinkanäle bis in die Pulpa vordringen.Bei kleinen Haarrissen oder Fissuren ist es wichtig zu wissen, wie tief der Riss ist, denn auch hierdurch kann sich die Pulpa infizieren.

Zahnstein und seine Folgen

Mal eben Zahnstein wegmachen”, das macht wenig Sinn. Ein unbedingtes “MUSS” ist eine Narkose, eine fundierte Unteruchung aller Zähne von allen Seiten, die korrekte Entfernung von Zahnstein und anderen Belägen an den Zähnen auch unter dem Zahnfleisch und eine abschießende Politur. Nur so kann gewährleistet werden, dass neuer Zahnstein erst möglichst spät wieder ansetzt.

dgt_zahnstein_01In den meisten Fällen haben wir es mit fortgeschrittenen Erkrankungen des Zahnfleischs oder des Zahnhalteapparates zu tun. Mit etwas Zahnstein fängt es an und ruck zuck wird aus einem harmlosen Zustand ein heftiger Krankheitsfall. Durch die mechanische Reizung des Zahnsteins und die bakterielle Kontamination durch Plaquebakterien entzündet sich das Zahnfleisch. Dies reizt den Kieferknochen und führt zu seinem Abbau. Als weiterer Effekt entzündet sich der Zahnhalteapparat. Alles zusammen führt über kurz oder lang zum Ausfallen des betroffenen Zahnes. Der Weg dorthin kann sehr lang und quälend sein. Ist er doch mit Infektion, Schmerzen, Entzündung, Absterben von Gewebe, Eiterbildung und einem ekligen Geschmack verbunden. Auch wenn der Zahnspezialist das Bestreben hat jeden Zahn zu retten, ist in vielen Fällen Hopfen und Malz verloren, der Prozess zu weit fortgeschritten und damit das Urteil für den oder gar die Zähne gefallen. Manchmal ist ein Tier ohne Zähne viel gesünder und fröhlicher als eins mit entzündeter und schmerzender Schnauze.

Tumore

dgt_tumore_01In der Maulhöhle der Haustiere sind Tumore gar nicht mal so selten anzutreffen. Wie beim Menschen gibt es in der Tiermedizin gutartige und bösartige Tumore. Eine völlig gutartige Form der Wucherung in der Maulhöhle ist insbesondere beim Hund die sogenannte „fibromatöse Epulis“. Häufig tritt sie am Zahnfleischrand auf, gerne als Reaktion auf irgendeine chronische Reizung oder durch individuell erhöhte Neigung.

Manche Tumorarten (Fibrosarkom, Plattenepithelkarzinom, malignes Melanom) kommen häufiger vor und sind schon je nach Tierart ein erster Verdacht. Schwellungen, Blutungen und Entzündungen können Hinweise auf solch eine Erkrankung sein. Ebenfalls zur Maulhöhle gehört die Zunge. Sie darf bei der genauen Untersuchung nicht übergangen werden.

dgt_tumore_02Für die Diagnosestellung „Tumor“ ist die histologische Untersuchung unbedingt notwendig. Dies ist die mikroskopische Untersuchung aus Proben der verdächtigen Stelle. Wie auch für viele andere Arbeiten an und in der Maulhöhle kann das fast immer nur in Narkose stattfinden.

Für eine gute Therapie muss also zuerst die Diagnose her mit der Einschätzung, ob es sich um einen gutartigen Prozess handelt oder um einen bösartigen Tumor. Weitere Fragen nach Geschwulstgröße, ihrer Art zu wachsen und befallenen Lymphknoten geben im Gesamtbild Aufschluss über die Prognose, also die Aussicht auf Heilung, Lebensqualität und-länge.

Erkrankungen des Zahnfleisches

Die Maulhöhle unserer vierbeinigen Freunde ist jeden Tag einer Vielzahl von harmlosen aber auch krankmachenden Erregern ausgesetzt und muss sich daher ständig gegen Infektionen wehren. Dies geschieht zum einen durch eine unversehrte, intakte Schleimhaut und zum anderen durch ein gut funktionierendes Immunsystem.

Leider leiden extrem viele Hunde und Katzen ab einem Alter von 6-8 Jahren unter zunehmenden Entzündungen des Zahnfleisches, die vor allem durch chronische Erkrankungen der Zähne oder des Zahnhalteapparates (Parodont) hervorgerufen werden. Häufiges Symptom solcher Zahnfleischentzündungen sind ein verstärkter Maulgeruch, übermäßige Empfindlichkeit bis hin zur Schmerzhaftigkeit beim Fressen oder Aufnehmen von Spielzeug, verstärktes Speicheln oder Schmatzen, teilweise Blutungen und vermehrtes Reiben am Maul. Manche Tiere zeigen aber auch nur ein verändertes Verhalten; sie werden ruhiger, ziehen sich zurück oder werden teilweise sogar aggressiver.

dgt_zahnfleisch_01Vor allem bei Hunden können ebenso Verletzungen beim Spielen mit Stöckchen oder harten Spielzeugen schwere und oft lange nicht erkannte Zahnfleischentzündungen hervorrufen. Und besonders bei den Katzen lösen Immunschwäche und virale Erkrankungen häufig hochgradige und äußerst schmerzhafte Entzündungen des Zahnfleisches und der Maulschleimhaut aus.

Leidet das Tier an Schmerzen beim Fressen, wird das Futter nicht mehr adäquat zerkleinert und vorverdaut, was den nachfolgenden Verdauungstrakt belastet und als Folge zu erheblichen Verdauungsproblemen führt oder es wird die Futteraufnahme sogar gänzlich eingestellt. Chronische Entzündungen fördern zudem die Entstehung von Tumoren, die in der Maulschleimhaut leider häufig sehr bösartig sind und extrem schnell wachsen.

dgt_zahnfleisch_02Sämtliche chronische Entzündungen des Zahnfleisches und der Maulschleimhaut können zu schweren Erkrankungen vor allem von gut durchbluteten Organen wie Herz, Niere und Lunge führen und stellen somit eine ernste und absolut dringlich zu behandelnde Gefahr für den Gesamtorganismus dar. Falls Ihr Tier also eines der obengenannten Symptome zeigt, stellen Sie es daher baldmöglichst einem oder einer Zahnspezialisten/-in zur Untersuchung vor, bevor es für eine Therapie zu spät ist.
(von Dr. Susann-Yvonne Mihaljevic, 88212 Ravensburg)

Kiefer- und Zahnfehlstellungen

Fehl- und Missbildungen

Wir sind für Sie da!

 

Deutsche Gesellschaft für Tierzahnheilkunde

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Was ist eigentlich ein Zahn-Spezialist?

Nach dem abgeschlossenen Studium der Tiermedizin können sich alle Tierärzte weiterbilden auf dem Gebiet der veterinärmedizinischen Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Nur die folgenden besonderen Qualifikationen wurden von übergeordneten Institutionen abgeprüft. Zusatzbezeichnung “Tierzahnheilkunde”, Fachtierarzt für

Tierzahnheilkunde beim Kleintier, Diplomate für veterinary dentistry des europäischen Collegs, zusätzlicher Abschluss eines zahnmedizinischen Studiums. Die Bezeichnung “Interessenschwerpunk” und “Tätigkeitsschwerpunkt” können ohne öffentliche Prüfung geführt werden. Alle in der DGT-Liste geführten Tierärzte müssen ab 2016 ihre Fortbildungstätigkeit nachweisen.

 

 

Initiative Zahngesundheit

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Die DGT unterstützt die Initiative Zahngesundheit (www.Intitiativezahngesundheit.de).